Herren 1: SC Zürich City - FC Kirchberg

Von Roland Jungi

Nach lediglich 7 (!) Minuten war die Entscheidung auf dem Capus des FC Zürich zu Ungunsten der Kirchberger nach drei Gegentoren gefallen. Letztlich gelang es dem Aebi-Team zu keinem Zeitpunkt der Partie, den klar besseren Zürchern die dringend benötigten Gegenmittel entgegenzusetzen. Die klar beste Möglichkeit zum Ehrentreffer vergeigt Bütikofer nach 16 Spielminuten.

Kaum war die Partie auf dem «Heerenschürli» angepfiffen, lagen die Emmentaler bereits in Rückstand. Avdijaj buchte eiskalt das 1:0 für Zürich City. Nur zwei Minuten danach erhöhte Dzabana auf 2:0 und erneut war Goalie Gasche machtlos. Danach tauchten die Kirchberger erstmals vor dem gegnerischen Tor auf. Verteidiger Scheidegger zirkelte per Kopf den Ball übers Tor. Wiederum zwei Zeigerumdrehungen später schoss Avdijaj den, wie bereits erwähnt, vorentscheidenden Treffer. Danach musste Kirchbergs Goalie Gasche verletzt vom Spielfeld geführt werden. Mit der Hiob’s Botschaft konfrontiert, musste der noch leicht angeschlagene Ersatzgoalie Baumgartner dessen Posten übernehmen. Können sich die Gäste von diesem markigen Schicksalsschlag erholen. Nach knapp einer Viertelstunde vergab Mittelfeldspieler Bütikofer die mehr als nur grosse Möglichkeit, die Seinen wieder ins Spiel zurück zu bringen. Doch die in klarer Führung liegenden Zürcher liessen nicht locker und brachten die Emmentaler immer wieder mit dem aggressiven Pressing in grössere Schwierigkeiten. Oder anders gesagt: die Kirchberger bekamen den Raum nicht, sich zu Entfalten. Kapitän Andrade Dias sorgte im Anschluss des 1. Eckballs der Platzherren fürs 4:0. Nur wenig später liess Goalie Bytyqi den wuchtigen Jasari-Freistoss nur abprallen. In der kurzen Phase vor der Pause versuchte Bütikofer den gegnerischen Torhüter in Verlegenheit zu bringen. Dies führte im Gegenzug dazu, dass Avdijaj seinen dritten Treffer buchte. Praktisch mit dem Pausenpfiff scheiterte Bajrami an Ersatzkeeper Baumgartner.

Zürich City: stets eine Klasse besser!

Dass der Torhunger der Zürcher noch längst nicht gestillt, bewiesen die überlegenen Zürcher immer wieder. Aber das Team von Vural Önen hatte längt nicht nur einen sondern zwei Gänge runtergeschaltet. Aber auch aus dieser Situation vermochten die Kirchberger nichts Gescheites zu bewerkstelligen. Kurz vor Ablauf der ersten Spielstunde verzog Bajrami, der spätere Torschütze aus optimaler Abschlussposition etwas kläglich. Es wäre aber komplett falsch, den arg in Rücklage liegenden Kirchbergern vorzuwerfen, sie würden nicht alles erdenkliche unternehmen, um endlich den so wichtigen Zugriff zum Spiel zu bekommen. Doch die dazu nötigen Abschlussmöglichkeiten blieben weiter absolute Mangelware. Eine Viertelstunde vor Schluss vergabe Verteidiger Krasniqi eine Topchance. Besser machte es Bajrami zehn Minuten vor dem Ende, als dieser Goalie Baumgartner mit einem platzierten Flachschuss düpierte. Letztlich blieb es danach beim 6:0-Heimsieg der Zürcher.

 

Fussball – 2. Liga inter Gruppe 3

Zürich City – Kirchberg 6:0 (5:0).

Heerenschürli, Schwamendingen. – 150 Zuschauer. – SR Baladin.

Tore: 2. Avdijaj 1:0. 4. Dzabana 2:0. 7. Avdijaj 3:0. 21. Andrade Dias 4:0. 42. Avdijaj 5:0. 80. Bajrami 6:0.

Zürich City SC: Bytyci; Selmanaj (69. Cassama), Mckenna, Krasniqi, Etoundi Bilomba; Dzabana (69. Vaz Mendy), Sarr, Andrade Dias (82. Sow), Nseke Etouman; Bajrami (82. Sadik Ali); Avdijaj (68. Yeboah Boateng).

FC Kirchberg: Gasche (9. Baumgartner); Jasari (84. Zilfi Miftari), Reist, Röthlisberger, Scheidegger; Sulzer, Bütikofer (68. Böhlen), Schwarzwald; Buzaki (46. Rahman Miftari), Johannsmeier, Rauch (46. Burkhard).

Bemerkungen: Kirchberg ohne Schär, Aeschlimann, Baumgartner, Berger, Genovese, Nuccio, Siegenthaler (alle verletzt), Kannathasan, Kryeziu, Künzler, Nieder (alle nicht im Aufgebot) – 9. Gasche scheidet mit Verdacht auf Hirnerschütterung verletzt aus. – Verwarnung: 61. Reist (Foul).