Herren 1: FC Bern 1894 – FC Kirchberg

Von Roland Jungi

Der Wunsch des Trainergespanns Aebi/Brechbühler beim Auftakt in die neue Meisterschaft haben die Spieler verinnerlicht. In einem phasenweise hartumkämpften Match buchte Joker Cyrill Böhlen kurz vor Schluss das Tor des Tages!

Keines der beiden Teams war sich von Beginn weg zu schade, das Herzblut auf den gut zu bespielenden Rasen der «Blickle-Arena» zu legen. Dabei gelang es den Gästen kurz, die Gastgeber unter Druck zu setzen. Nachdem sich die Emmentaler gefunden hatten, erspielten sich die optischen Vorteile, aus denen noch lange kein Kapital zu schlagen war. Nach 21 Minuten blieb der Torjubel in den Hälsen der einheimischen Fans stecken. Bern Torhüter Oester vereitelte Torgelüste von Schwarzwald mit einer Glanzparade. Diese noch verpasste Möglichkeit der Kirchberger, war eigentlich der Startschuss, um die Gangart im Auftaktmatch dem Gegner aufzuzwingen. Glück hatten diese jedoch nach 26 Minuten. In dieser vergeigte Stürmer Sierra Abia eine hochkarätige Möglichkeit. Nur wenig später nahm Verteidiger Scheidegger aus spitzem Winkel Mass, doch dessen Schuss wurde eine sichere Beute für den Gästekeeper. Bis zur Pause verflachte die Partie kurz und immer noch zeigten die Platzherren mit hohem Anlauf des ballführenden Gegenspielers deutlich auf, war das Sagen auf dem Platz hatte. Trotzdem blieb es zum Gang in die Kabine beim torlosen Remis.

Edeljoker Böhlen mit dem Tor des Tages!
An dieser Situation wollten zu Beginn des zweiten Durchgangs die Stadtberner eine Korrektur herbeispielen. Hertig prüfte Kirchberg’s Goalie Gasche. Immer mehr entwickelte sich die Partie zu einem regelrechten Abnützungskampf. Beide Teams blieben sich rein gar nichts schuldig. Leider litt das Niveau darunter, oder anders gesagt: die Gangart nahm phasenweise rustikalere Züge an. Das kein Berner Verteidiger Stossstürmer Johannsmeier in den Griff bekam, bewies der grossgewachsene Hüne, mit Gardemass ausgestattet, nach 65. Minuten. Dessen gut platzierten Kopfball konnte die Gästeabwehr im aller letzten Moment aus der Gefahrenzone befreien. Danach stellte sich die Frage, ob es einem Team gelingen sollte, den Lucky-Punch zu buchen? Kirchberg Trainer Aebi war um die Antwort überhaupt nicht verlegen. Dieser wusste bei der Einwechslung von Cyrill Böhlen, dass dieser zu jedem Zeitpunkt bereit ist, zu skoren. Ergo: fünf Minuten vor dem regulären Ende buchte dieser den nun hochverdienten Siegestreffer für die Kirchberger. Danach änderte sich rein gar nichts mehr am Endresultat, obschon die Berner alles in den Angriff warfen. 

Fussball – 2. Liga inter Gruppe 3

Kirchberg – Bern               1:0 (0:0).
Blickle-Arena. – 300 Zuschauer. – SR Krajinovic.

Tor: 85. Böhlen 1:0.

FC Kirchberg: Gasche; Jasari, Reise, Röthlisberger, Joel Scheidegger; Sulzer (79. Siegenthaler), Bütikofer (46. Böhlen), Schwarzwald; Schär, Johannsmeier (68. Buzaki), Gratassi (68. Rahman Miftari).

FC Bern: Oester; Schmid, Diaz (60. Diaz), Pranjic, Pfäffli; Bazzi, Schafroth, Stieger (89. Vijithan); Hertig (76. Nuhiu), Sierra Abia, Begbie.

Bemerkungen: Kirchberg ohne Aeschlimann, Baumgartner, Winzenried (alle verletzt), Kannathasan, Burkhard (beide Beruf), Rauch (Ferien), Binggeli, Zilfi Miftari, Niederer und Kryeziu (alle 2. Mannschaft). – Verwarnungen: 77. Steiger, 81. Jaiteh, 84. Pfäffli (alle Fouls).