Herren 1: Bülach – Kirchberg

Von Roland Jungi

Dass es letztlich zwischen den Emmentalern und den Zürcher Unterländern keinen Sieger gab, war beidseits den guten Abwehrreihen geschuldet und zum andern der dürftigen Effizienz im Abschluss. Kirchberg bekam in den Schlussminuten die Möglichkeit, in Überzahl einen möglichen Sieg zu realisieren.

Die Partie hatte kaum Fahrt aufgenommen, als sich Frei als erster in die Liste der ausgelassenen Möglichkeiten eintrug. Diese für die Platzherren vielversprechende Möglichkeit war der Startschuss einer nie enden wollenden Auseinandersetzungen zweier hartnäckigen Mannschaften. Zudem sahen die vielen Anhänger ein Match, welcher über lange Zeit ein hohes Niveau und hohes Tempo aufwies. Nach 13 Minuten zwang Jungspund Siegenthaler, Freistoss, Bülach Keeper Filippone zu einer nötigen Faustabwehr. Danach verlagerte sich die Szenerie in die neutrale Zone. D.h. die Teams provozierten den Gegner mit dem hartnäckigen Anlaufen des ballführenden Spielers und dem guten Pressing zu vielen Fehlpässen und unnötigen Ballverlusten. Während mehreren Minuten sahen die Offensivabteilungen auf beiden Seiten nur von Weitem den gegnerischen Strafraum. Die Phase vor der Pause hatte es danach in sich. Zuerst scheiterte Petrovic, später des Feldes verwiesen am guten Stellungspiel von Torhüter Baumgartner und Kirchberg Kapitän Jasari verzog aus sehr guter Position. Praktisch mit dem Pausenpfiff gefielen die Gäste mit einer guten Eckballvariante, welche jedoch keinen Erfolg brachte. Reist bediente Jasari, welcher an seinem eigenen Unvermögen scheiterte.

Kirchberg kann Überzahl nicht nutzen!
Findet eine der beiden Mannschaft in Durchgang zwei endlich den Dosenöffner, um die gegnerische Abwehr in arge Verlegenheit zu bringen? Sowohl Bülach als auch Kirchberg liessen dazu nichts unversucht. Nach 48 Minuten verzog Jasari erneut. Danach nahm die Partie immer rustikalere Züge an. Die Zweikämpfe fanden immer mehr auf des Messers Schneide statt und der unsichere Schiedsrichter hatte grosse Mühe, dass ihm der Match nicht aus den Händen glitt. Der erwartete Abnützungskampf hatte längst ins Spitzenspiel der interregionalen 2. Liga gefunden. Deswegen waren kaum nennenswerte Möglichkeiten zu sehen. Bis in die 82. Minute. Der bereits verwarnte Petrovic versuchte mit einer Schwald im Kirchberger Strafraum einen Strafstoss herauszuschinden. Verdikt: 2. Gelbe und Platzverweis! Bis zum Schluss gelang es den Kirchbergern nicht mehr, Kapital aus der Überzahl zu schlagen. Trotzdem geht der Punktgewinn völlig in Ordnung! 

Fussball – 2. Liga inter Gruppe 2
 

Bülach – Kirchberg                      0:0.
Erachfeld. – 200 Zuschauer. – SR Talarico.
Tore: Fehlanzeige!

FC Bülach: Filippone; Presicce, Coos, Sisic, Nicolo (60. Nzesila); Morina (67. Prinz), Dosunmu, Frei; Fabian Lüthi, Petrovic, Patrick Lüthi (60. Forrer).

FC Kirchberg: Baumgartner; Künzler, Reist, Röthlisberger, Scheidegger; Siegenthaler (85. Aeschlimann), Schär, Berger (78. Genovese); Jasari (67. Buzaki), Girardi (60. Böhlen), Rauch (67. Bütikofer).

Bemerkungen: Bülach ohne Gjukaj (gesperrt). Kirchberg ohne Johannsmeier, Jäggi, Schwarzwald (alle verletzt), Niederer (rekonvaleszent), Cohen (Beruf), Winzenried, Nuccio, Guntern, Zumstein, Gratassi, Kannathasan (alle abwesend). – 

Verwarnungen: 11. Fabian Lüthi, 32. Frei, 39. Petrovic (alle Fouls), 51. Morina (Reklamieren), 54. Jasari, 84. Dosunmu, 87. Künzler, 89. Sisic (alle Fouls). – Platzverweis: 82. Petrovic (2. Gelbe – Schwalbe).